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Reisende soll man nicht aufhalten!

31. Dezember 2012 Abenteuer, Reisen

Unberührte Natur wohin das Auge reicht – Marlborough Sounds

Viele Leute spielen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit dem Gedanken, Weihnachten fernab der Heimat zu verbringen. Den kalten Temperaturen in hiesigen Gefilden zu entfliehen und die Geschenke dort zu öffnen, wo gerade Sommer herrscht. Die südliche Halbkugel unseres Planeten ermöglicht uns diese Gedanken auch in die Tat umzusetzen, beispielsweise in den neuseeländischen Marlborough Sounds, die vor allem für ihre charakteristische Stille der unberührten Natur berühmt ist.marlboroughsounds

Eigentlich die perfekten Bedingungen für den Heiligen Abend. Doch strahlender Sonnenschein und Temperaturen von 30 Grad sind für uns Europäer dann doch etwas ungewohnt und stehen der Weihnachtsstimmung etwas im Weg.

Paddeln am anderen Ende der Welt

Die Marlborough Sounds sind ein Gebiet ausgedehnter Wasserwege und Halbinseln Neuseelands und stellt eines der touristischen Highlights des Landes dar. Warum also nicht einmal etwas Aussergewöhnliches wagen und die Weihnachtsfeiertage in dieser überwältigenden Kulisse verbringen?

Wer sich in der Natur besonders wohl fühlt, für den bietet sich eine Tour mit dem Kanu durch das Wirrwarr aus Kanälen geradezu an. Ein weiterer Pluspunkt dieser Art der Fortbewegung ist ausserdem, dass sich das Gepäck sehr leicht transportieren lässt.

Abenteuer auf See…

An ein passendes Boot gelangt man ohne Probleme: Einfach bei einem Bootsverleiher anfragen und lospaddeln. Selbst fehlende Vorkenntnisse im Umgang mit Kajaks machen der geplanten Tour keinen Strich durch die Rechnung. Hier darf quasi jeder alleine ein Boot mieten. Eine kurze Videoeinführung, ein paar Erklärungen zur Fahrttechnik, sowie Hinweise zum Wetter und Verhalten auf dem Wasser werden einem hier mit auf den Weg gegeben. Das muss genügen.

kanu

Mitzunehmen sind in jedem Fall genügend zu Essen, zu Trinken und eine möglichst umfangreiche Campingausrüstung. Wer vorwärts kommen will, muss beim Paddeln lediglich darauf achten, mit dem Mitfahrer harmonisch zusammenzuarbeiten, das heisst, im selben Takt zu paddeln. Vorsicht heißt es auch beim Kreuzen des Weges einer der grossen Fähren, die in den Kanälen unterwegs sind, denn immerhin haben diese Ausmasse von zwei Rugby-Feldern.
Unvergesslich ist der Anblick von Delfinen, die fröhlich durch das Wasser in den Kanälen tollen.

…und zu Land

Übernachtet werden kann auf einem der vom Department of Conservation ausgewiesenen Campingplätze, die jedoch auf Grund ihrer einsamen Umgebung nur sehr einfach ausgestattet sind. Alles, was man hier findet, beläuft sich auf ein Zelt, ein paar Tische und Stühle, sowie ein Plumpsklo.

Eine Übernachtung kostet dafür nur sechs Dollar, die in einen „Sammelkasten“ einzuwerfen sind. Trotz der Abwesenheit menschlicher Bewohner muss jedoch kein Gefühl von Einsamkeit aufkommen; dafür sorgen allerhand tierischer Inselbewohner wie zum Beispiel eine spezielle Laufvogelart, die Weka genannt wird.

Leider gibt es in Anbetracht der Nähe zum Wasser auch einige eher lästige Besucher: Wenn die Nacht hereinbricht, dann machen sich Moskitos auf die Suche nach schmackhafter Nahrung. Nichtsdestotrotz bleibt solch eine Reise wohl ein absolut einmaliges Abenteuer!

Bildquelle: Petra Dietz / pixelio.de || Uli Stoll / pixelio.de